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Schlechte Weinernten in Deutschland und Östereich!

Deutschland

Weinernte 2010 fällt gering aus

Weinbauer in seinem WeinbergWie das Deutsche Weininstitut (DWI) vermeldet, erwarten die deutschen Weinerzeuger in diesem Jahr die kleinste Erntemenge seit 25 Jahren. Schuld ist vor allem das schlechte Wetter.

Die deutsche Weinernte wird sich nach Schätzungen des DWI nur auf etwa sieben Millionen Hektar belaufen. Dies ist einem Viertel weniger als der Ertrag des letzten Jahres. Grund für den geringen Traubenertrag dieses Jahr sind vor allem die kühlen Temperaturen zur Rebblüte und extreme Witterungsverhältnisse mit Hagelschauern im Sommer. Norbert Weber, der Präsident des Deutschen Weinbauernverbandes, sagte: "Dies war kein einfaches Jahr für unsere Winzer. Es hat ihnen starke Nerven und viel Geduld abverlangt."

Was die Auswirkungen auf die Qualität des 2010er Jahrgangs angeht, sind Experten noch geteilter Meinung. Auf der einen Seite erwartet man frisch-fruchtige Weine mit lebendiger Spritzigkeit, auf der anderen Seite rechnen viele mit einem extrem sauren Jahrgang. Wie sich die schlechteste Witterung seit 25 Jahren tatsächlich auf die Weinqualität ausgewirkt hat, werden wir erst nächstes Jahr sehen - immerhin hat sich auch in Technik und Weinwissenschaft viel getan. Bis dahin heißt es: Genießen Sie den Jahrgang 2009!

Foto: Deutsches Weininstitut

Österreich

Weinernte 2010 fällt 30 Prozent niedriger aus: Preissteigerungen werden erwartet

  • Weinbauverband: "Dramatische Lage bei Weißwein"
  • Regen, Hagel und Kälte setzten den Trauben zu

Die Weinernte 2010 wird laut aktueller Vorausschätzung der Statistik Austria rund 1,76 Mio. Hektoliter (hl) betragen und damit um rund 30 Prozent niedriger ausfallen als die Durchschnittsernte in den vergangenen Jahren. "Besonders dramatisch ist die Lage bei Weißwein, da hier aus der geringen Vorjahresernte auch kein Vorrat vorhanden ist", so Josef Pleil, Präsident des Weinbauverbandes.

In Niederösterreich schätzt die Statistik Austria für 2010 eine Weinernte von 1,03 Mio. hl, im Burgenland von 0,55 Mio. hl, in der Steiermark von 0,17 Mio. hl und rund 14.000 hl in Wien. Der Ertrag bei Weißwein ging von 1,43 Mio. hl im Jahr 2009 auf 1,1 Mio. hl im Jahr 2010 zurück und bei Rot- und Roséwein von 0,91 auf 0,66 Mio. hl. Insgesamt betrug die Ernte im Jahr 2009 rund 2,35 Mio. hl.

"Die Preise für Trauben haben sich heuer verdoppelt beziehungsweise sogar verdreifacht", so Gerhard Wohlmuth, Vorsitzender des Ausschusses Wein- und Spirituosenhandel in der Wirtschaftskammer Österreich. Man müsse deswegen die Weinpreise den Rohstoffpreisen anpassen. Es sei unumgänglich, die Preissteigerungen teilweise auch an die Kunden weiterzugeben. Hauptgrund für die kleine Weinernte ist laut Experten ein geringer Traubenansatz sowie schlechtes Wetter während der Blütezeit.

Besonders im Preiseinstiegsbereich werde es dadurch zu Marktanteilsverlusten für den österreichischen Wein kommen, schätzt Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing. Im Export könne man 2011 erstmals mengenmäßig keine Zuwächse erwarten, aber der Durchschnittsexportpreis werde voraussuchtlich steigen, so Klinger

(Quelle apa/red)

 



Eingetragen am: 10.11.2010

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